Nach einer Online-Kündigung möchte man eigentlich nur eine eindeutige Information:
gekündigt, Enddatum, Bestätigung.
„Ihre Anfrage wurde empfangen“ klingt ähnlich, beantwortet aber eine erstaunlich andere Frage.
T
tastenton
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kleine dinge die den alltag sofort besser machen
Eine Textersetzung für die eigene E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder andere ständig getippte Standardangaben spart jedes Mal vielleicht drei Sekunden. Genau deshalb merkt man erst nach Wochen, wie angenehm es ist, eine kleine Wiederholung einfach abgeschafft zu haben.
social media löschen und wieder installieren
Ich lösche Social-Media-Apps inzwischen nicht mehr komplett.
Ich habe sie einfach vom Homescreen genommen und Benachrichtigungen aus.
Klingt nach fast nichts, aber offenbar reicht bei mir schon der zusätzliche Schritt über die App-Suche, damit ich mich manchmal frage: Wollte ich da gerade wirklich rein?
Erschreckend, wie oft die Antwort nein ist.
wenn jede app irgendwann ein abo wird
Bei Cloudspeicher, neuen Inhalten oder einem Dienst mit laufenden Kosten kann ein Abo völlig logisch sein.
Bei einem simplen Werkzeug, das lokal genau dieselbe Aufgabe wie vor drei Jahren erledigt, muss das Geschäftsmodell schon etwas mehr erklären als „Premium monatlich“.
cookie-banner die länger dauern als die website
Wenn ich auf derselben Website dreimal „ablehnen“ gewählt habe, möchte ich beim vierten Besuch eigentlich keine neue Meinung dazu entwickeln.
Eine Entscheidung speichern zu können wäre nicht nur Komfort.
Es würde die Frage auch wieder wie eine echte Entscheidung wirken lassen statt wie eine regelmäßig auftauchende Hürde.
passwörter die man sich nie merken kann
Bei wichtigen Accounts speichere ich Wiederherstellungscodes ungern nur auf demselben Handy, das auch mein zweiter Faktor ist.
Wenn genau dieses Gerät verloren geht, wäre das ein schlechter Moment festzustellen, dass meine Notfalllösung gemeinsam mit dem Notfall verschwunden ist.
Backup ist vor allem eine Frage davon, was noch übrig bleibt, wenn etwas anderes nicht mehr da ist.
kollegen die nach feierabend noch schreiben
Manchmal fällt einem um 21 Uhr tatsächlich etwas Wichtiges für morgen ein. Dafür ist „morgen früh senden“ eine ziemlich elegante Funktion. Der Absender vergisst den Gedanken nicht und der Empfänger bekommt nicht ausgerechnet beim Abendessen eine neue Aufgabe ins Blickfeld.
künstliche intelligenz
Bei KI finde ich den Unterschied zwischen beeindruckend und komplett daneben manchmal erstaunlich klein.
Ich kann mir einen komplizierten Begriff erklären lassen und denke: wow, das hätte ich vor ein paar Jahren nicht erwartet.
Zehn Minuten später bitte ich dasselbe System, eine Liste nach drei einfachen Kriterien zu sortieren, und irgendeines davon wird einfach ignoriert.
Vielleicht ist genau das der Zustand gerade: ziemlich mächtig und gleichzeitig noch oft ein bisschen komisch.
wenn jede app irgendwann ein abo wird
Früher habe ich bei Apps überlegt, ob mir etwas 4,99 Euro wert ist.
Heute überlege ich, ob es mir **jeden Monat** 4,99 Euro wert ist.
Das ist für mich psychologisch eine komplett andere Frage.
Besonders bei Dingen, die ich ungefähr sechsmal im Jahr benutze.
briefe für dinge die auch eine email sein könnten
Nicht jeder Brief in einem digitalen Prozess ist automatisch absurd. Wenn ein Aktivierungscode absichtlich über einen zweiten Kanal kommt, kann genau die Trennung der Sinn sein. Merkwürdig wird es eher, wenn danach jeder weitere Schritt trotzdem wieder Papier braucht.
dinge die man als kind für völlig normal hielt
Ein Computer im Haus.
Alle benutzen denselben.
Browser, Drucker, Spiele, Hausaufgaben.
Und wenn jemand davor sitzt, ist der Computer gerade besetzt.
„Mein Gerät“ war einmal keine Voraussetzung dafür, online zu sein.
ki als kollege
„Die KI hat das so geschrieben“ ist im Arbeitsalltag keine besonders nützliche Fehlerursache.
Wenn ein Text, eine Analyse oder Code unter dem eigenen Namen weitergeht, braucht es weiterhin jemanden, der dafür einsteht.
Das Werkzeug kann Arbeit übernehmen.
Verantwortung lässt sich deutlich schlechter copy-pasten.
passwörter die man sich nie merken kann
Ich mag an Passkeys vor allem die Idee, dass ein Login nicht davon abhängen muss, ob ich eine geheime Zeichenfolge noch weiß.
Nach Jahrzehnten mit „Passwort vergessen?“ wäre es schon eine interessante Entwicklung, wenn das beste Passwort irgendwann gar keines mehr ist.
sachen die in deutschland unnötig kompliziert sind
Ich hätte bei Verwaltung manchmal lieber ein einziges mittelmäßiges Portal als fünf moderne Portale mit fünf Logins und unterschiedlichen Zuständigkeiten.
Schönes Design hilft nur begrenzt, wenn ich zuerst herausfinden muss, auf welcher Website mein Problem überhaupt existiert.
Ein System darf langweilig sein. Es sollte nur zusammengehören.
chatgpt für dinge die man sonst selbst macht
Der praktische Teil beim Lernen ist weniger „Erklär mir Thema X“ als die fünfte Rückfrage danach.
„Warum?“
„Und warum gilt das hier nicht?“
„Noch einfacher.“
Ein Lehrbuch wird irgendwann nicht genauer. Ein Chat hat zumindest keine Geduldsgrenze.