Einen festen Platz für Schlüssel haben.
Klingt ungefähr so banal, wie es ist. Spart trotzdem erstaunlich viele morgens um 8:12 Uhr geführte Ermittlungen.
Die Tasche am Abend schon an die Tür stellen, wenn man morgens früh rausmuss.
Fünf Minuten Vorbereitung fühlen sich abends nach gar nichts und morgens nach unerwartet guter Organisation an.
Ich gehe an Tagen, an denen ich lange am Rechner sitze, inzwischen manchmal nur zehn Minuten um den Block. Ohne Ziel, ohne Sport daraus zu machen.
Der Tag wird davon nicht produktiver. Aber er fühlt sich danach weniger so an, als hätte er komplett zwischen Schreibtisch und Küche stattgefunden.
Gute Alltagsinvestitionen:
ein langes Ladekabel
eine zweite Schere
Müllbeutel dort, wo der Mülleimer steht
Keine davon verändert das Leben. Genau deshalb merkt man erst nach Wochen, wie oft sie es ein bisschen einfacher machen.
Ich habe mein Handy testweise auf Graustufen gestellt und war überrascht, wie langweilig manche Apps plötzlich aussehen.
Sie funktionieren exakt gleich.
Nur dieser kleine visuelle Zug in Richtung „noch kurz öffnen“ ist schwächer.
Manchmal reicht offenbar schon ein bisschen weniger interessant.
Tasse in die Küche.
Brief in den richtigen Ordner.
Termin kurz bestätigen.
Manche Aufgaben dauern weniger lang als das dreimalige Denken „das muss später noch gemacht werden“.
Nicht jede Kleinigkeit braucht einen Platz auf der To-do-Liste.
Die letzte Rolle Küchenpapier aufgemacht?
Direkt auf die Einkaufsliste.
Shampoo fast leer?
Auch drauf.
Das menschliche Gedächtnis ist beim Supermarkteingang erstaunlich schlecht darin, sich an Dinge zu erinnern, die im Badezimmer noch völlig offensichtlich waren.
Ein Termin von 15 bis 16 Uhr blockiert selten nur eine Stunde.
Hinweg, Jacke, Parkplatz oder Bus und danach wieder zurück gehören ebenfalls zum Tag.
Wer nur den eigentlichen Termin in den Kalender schreibt, kann einen erstaunlich freien Nachmittag planen, der in Wirklichkeit gar nicht existiert.
Eine freie Kommode sieht nicht spektakulär aus.
Dafür dauert Staubwischen plötzlich zwanzig Sekunden statt:
Kerze weg.
Poststapel weg.
Ladekabel weg.
Irgendeine Quittung entscheiden.
Manche Ordnung spart vor allem die Vorbereitung aufs Aufräumen.
Alarm um 19:30.
Drei Stunden später:
Warum hatte ich den noch mal gestellt?
„Wäsche aus der Maschine“ ist als Alarmname deutlich weniger geheimnisvoll.
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