Rezept für vier Personen.
Durch vier teilen.
250 Gramm werden 62,5.
Ein Ei wird 0,25 Ei.
Spätestens dort merkt man, dass Kochen gelegentlich andere Mathematik verwendet als Excel.
Wenn ich sowieso Curry, Suppe oder Chili koche, mache ich lieber bewusst zwei oder drei Portionen. Eine morgen, eine vielleicht einfrieren. Das fühlt sich für mich anders an als am Ende zufällig einen Topf für vier Personen zu haben und drei Tage lang von einer Fehlkalkulation zu leben.
Paprika nur für ein einzelnes Rezept kaufen ist manchmal der Anfang einer sehr kurzen Karriere im Gemüsefach. Einfacher wird es, wenn zwei oder drei Gerichte in derselben Woche ein paar Zutaten teilen. Dann ist Einkaufsplanung weniger „sieben Rezepte“ und mehr „dieselbe Paprika bekommt mehrere Jobs“.
Für Gäste stellt man Teller schön hin, macht vielleicht noch einen Salat und setzt sich richtig an den Tisch. Allein isst man plötzlich aus dem Topf über der Spüle. Dabei ist man selbst eigentlich ebenfalls eine Person, für die sich ein vernünftiges Abendessen lohnen darf.
Rezept für eine Person: halbe Zucchini, halbe Dose Kokosmilch, ein Drittel Kräuterbund. Danach beginnt das eigentliche Single-Kochen: herausfinden, was morgen mit allen angebrochenen Hälften passiert.
Ein Ei in einer riesigen Pfanne braten funktioniert.
Es sieht nur aus, als hätte das Frühstück die falsche Veranstaltung gebucht.
Kleine Pfanne, kleiner Topf und passende Behälter machen Kochen für eine Person überraschend normal.
Für eine Person sind Zutaten angenehm, bei denen man nicht die komplette Packung innerhalb von drei Tagen verbrauchen muss. Tiefkühlgemüse, Reis, Hülsenfrüchte oder portionsweise eingefrorene Sachen warten deutlich geduldiger auf das nächste Abendessen als ein angebrochener Salatkopf.
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