Ich hätte einen Führerschein lange kaum benutzt.
Wenn der nächste Job plötzlich 20 Minuten mit dem Auto und über eine Stunde mit Bus und Bahn entfernt wäre, würde dieselbe Entscheidung aber völlig anders aussehen.
Manche Dinge braucht man nicht spät. Man braucht sie erst später.
Wenn Arbeit, Supermarkt, Freunde und Freizeit mit Fahrrad oder ÖPNV erreichbar sind, kann ein Führerschein erstaunlich lange einfach keine Priorität sein.
Mit 30 keinen zu haben muss deshalb nicht bedeuten, dass etwas vergessen wurde. Vielleicht hat der Alltag die Investition bisher nur nie verlangt.
Wenn ich einen Führerschein nachholen würde, wäre ein eigenes Auto für mich nicht automatisch der nächste Schritt. Mir würde schon gefallen, im Urlaub einen Mietwagen nehmen oder bei Bedarf Carsharing nutzen zu können. Manchmal ist die eigentliche Freiheit nicht das Auto, sondern überhaupt die Option zu haben.
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