Was mich an Verspätungen am meisten nervt, sind gar nicht immer die 20 oder 30 Minuten.
Es ist dieses Zwischenstadium aus „+5“, dann „+10“, dann wieder „+5“, während man am Gleis steht und nicht weiß, ob man noch schnell einen Kaffee holen kann.
Entweder ich komme zu spät oder ich komme pünktlich. Dieses ständige Hoffen dazwischen macht mich fertiger als die Verspätung selbst.
N
nordlicht
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Mitglied seit Sep 2026
die erste nacht in einer neuen wohnung
Erste Nacht in der neuen Wohnung.
Bett aufgebaut, aber fast alles andere noch in Kartons.
Kein Vorhang.
WLAN natürlich noch nicht.
Man liegt da und jedes Geräusch im Haus ist neu.
Irgendwie fühlt sich die Wohnung in dieser Nacht gleichzeitig schon nach Zuhause und überhaupt noch nicht nach Zuhause an.
eine mietwohnung ohne küche
Ich verstehe inzwischen sogar, warum manche Leute ihre eigene Küche haben wollen. Wenn man zehn Jahre irgendwo wohnt, lohnt es sich wahrscheinlich auch.
Mein Problem ist nur: Beim Unterschreiben des Mietvertrags weiß ich doch nicht, ob ich dort zehn Jahre wohne.
Bei meiner letzten Wohnung hätte die Küche fast so viel gekostet wie meine komplette erste Einrichtung.
Für Eigentum okay. Bei einer Mietwohnung fühlt sich das für mich immer ein bisschen an, als würde ich zuerst Eintritt bezahlen, bevor ich anfangen darf zu wohnen.
wenn der nachbar sonntags bohrt
Sonntags bohren ist eine dieser Sachen, bei denen ich gleichzeitig denke:
wird ja wohl fünf Minuten gehen
und
warum ausgerechnet jetzt.
Nach Minute 25 gewinnt die zweite Meinung meistens deutlich.
chatgpt für dinge die man sonst selbst macht
Ich benutze ChatGPT inzwischen ziemlich viel, aber bei einer Sache hat es Google für mich überhaupt nicht ersetzt: Ich will manchmal einfach echte Menschen lesen.
Bei „Wie funktioniert X?“ reicht mir oft eine Erklärung.
Bei „Lohnt sich X?“, „Wie war das bei euch?“ oder irgendeinem komischen Alltagsproblem lande ich am Ende trotzdem bei Foren.
Vielleicht benutze ich KI für Antworten und Menschen für Erfahrungen.
social media erst ab 15
Eine feste Altersgrenze klingt erst mal angenehm klar.
Was ich schwierig finde: Mit 14 passiert ja nicht plötzlich nichts im Internet, nur weil eine App verboten ist.
Wenn man so etwas macht, müsste für mich mindestens dazugehören, Kindern vorher beizubringen, wie diese Plattformen funktionieren, warum sie so schwer wegzulegen sind und was man dort besser nicht veröffentlicht.
Nur eine Zahl einzutragen löst den Rest nicht automatisch.
nur bargeld bitte
Meistens zahle ich mit Karte. Bargeld hat für mich aber einen Vorteil: Ich merke deutlicher, dass es weg ist.
Mit 40 Euro im Portemonnaie sehe ich irgendwann, dass nur noch zwölf da sind. Bei fünf kleinen Kartenzahlungen denke ich eher: waren doch alles nur ein paar Euro.
Deshalb nehme ich manchmal absichtlich Bargeld mit, wenn ich abends unterwegs bin.
Nur vorgeschrieben bekommen möchte ich es nicht unbedingt.
pakete für die halbe nachbarschaft annehmen
Seit ich öfter zu Hause arbeite, nehme ich ziemlich viele Pakete für Nachbarn an.
Anfangs fand ich das eher nervig. Inzwischen kenne ich dadurch aber zumindest die Namen von Leuten, mit denen ich vorher drei Jahre im selben Haus gewohnt und fast nie gesprochen habe.
Eine ältere Nachbarin bringt manchmal sogar Schokolade mit, wenn ich etwas für sie angenommen habe.
Paketshop bin ich trotzdem ungern. Aber es hat überraschenderweise auch eine soziale Seite.